Greta

Ich mache mein  Sozialpraktikum an der Schule Hirtenweg.

Die Schule Hirtenweg ist eine Schule für Kinder, die geistig und körperlich behindert sind. Ich bin in einer Klasse mit 9-12 Kindern im Alter von 6-10 Jahren  (in dieser Klasse sind alle Kinder auch geistig behindert). Mir bringt das Praktikum Spaß, denn hier sind alle sehr nett zu mir, aber es ist auch ziemlich anstrengend! Mein Tag beginnt um kurz vor 9 und endet um 16 Uhr, am Freitag um 14:30. Zwischendurch habe ich nur 40 Minuten Pause, denn es gibt viele Kinder, die ständig Hilfe benötigen. Hier gibt es Kinder, die z.B. nicht alleine essen oder trinken können, nicht alleine sitzen, gehen oder stehen können, nicht viel sehen oder hören, nicht alleine Rollstuhl fahren können… 

Für mich lag am Anfang die Herausforderung darin, erstmal von den Kindern gut aufgenommen zu werden. Jedes Kind hat natürlich eine ganz eigene Behinderung und deswegen muss man auf unterschiedlichen Wegen auf sie zugehen. Dann musste ich mich erstmal in die Abläufe hineinfinden, denn man trägt ganz schön viel Verantwortung, da manche Kinder natürlich selbst gar nicht  sprechen können und manche Dinge für sie lebensgefährlich oder überhaupt nicht gut sein können. Z.B. dürfen sie bestimmte Dinge nicht essen oder sie müssen wegen ihren Augen draußen eine andere Brille als drinnen tragen. Dann musste ich die Mischung zwischen ihnen helfen und sie selber machen und auszuprobieren lassen finden, ihnen in manchen Dingen aber auch Grenzen setzen.

Ich musste mich auch erstmal daran gewönnen manche Kinder zu füttern und ihnen beim auf Toilette gehen zu helfen, wobei das für mich beides zum Glück nichtschlimm ist. Was natürlich auch eine große Umstellung ist, ist sie zu verstehen was sie wollen oder was ihre Bedürfnisse sind, obwohl sie vielleicht gar nicht oder eher schlecht sprechen können. Es ist bewundernswert wie die Kinder mit ihren Einschränkungen umgehen. Entweder helfen sie sich gegenseitig oder trauen sich selber ganz viel. Daran kann man sich ein großes Beispiel nehmen und sich glücklich schätzen, wenn man mit solchen großen Herausforderungen im Leben nicht zu kämpfen hat! Es ist auch schön zu sehen wie fröhlich und optimistisch die Kinder sind.