Besuch bei M. Koudjou in Ngousso

Heute konnten einige das erste Mal ein wenig ausschlafen, da unser Programm erst um 9:00 Uhr begann. Um 10.00 Uhr sind wir zu unserem heutigen Programmpunkt gefahren: zu Monsieur Koudjou in Ngousso, wobei einige von uns das erste Mal hinten auf einem Motorrad mitgefahren sind. Das schon ein kleines Abenteuer gewesen ist. Das besondere an Monsieur Koudjou ist, dass er sich komplett selbst versorgt. Dies bedeutet, die Versorgung durch: selbst angebautes Gemüse, Wasser aus einem eigenen Brunnen, eigene Tiere und auch ein selbst angelegter Fischteich. Er hat uns alles ausführlich erklärt, doch als erstes gab es noch ein zweites Frühstück - natürlich alles aus eigenem Anbau! Los ging es dann beim Brunnen, in mit einer Pumpe aus 35 m Tiefe das Wasser gepumt wird und die Familie konstant mit frischem, sauberen Wasser versorgt. Aber anstatt sich nur selbst damit zu versorgen, stellt er das Wasser auch Nachbarn zur Verfügung. Dies ist ein Aspekt, der zur, wie er es selbst nennt, "African Culture" gehört - man sollte Dinge geben, ohne etwas in Gegenleistung zu erwarten. Allgemein ist es ihm sehr wichtig, die "African Culture" beizubehalten und Aspekte der Tradition aufrecht zu erhalten. Wichtig ist ihm auch, dass er so ökologisch wie möglich lebt, dass heißt z.B. dass er eine lange Verwertungskette für das Tierfutter hat, bei der erst die Meerschweinchen etwas zu Essen bekommen, was die nicht aufessen, bekommen die Hasen, danach die Hühner und zuletzt die Schweine, so dass auf keinen fall etwas übrig bleibt. Und wenn einmal etwas weggeschmissen wird, kommt es auf den eigenen Kompost. Weiter ging es danach zu den Tieren, von denen er eine ganze Menge hält: in den Käfigen waren Meerschweinchen, Hasen und Hühner, welche bei ihm auf natürliche Weise aufwachsen. Sie bekommen also keine Wachstumshormone oder Antibiotika und können auch anders als in industrieller Haltung mindestens 6 Monate erwachsen werden. Dafür ist der Käfig vor allem für die Hühner aber sehr knapp bemessen. Des Weiteren hat er noch Schweine, Fische, Enten und Gänse, welche unter anderem dafür verantwortlich sind, durch Schwimmen im Fischteich die Fische mit Sauerstoff zu versorgen. Unsere letzte große Station war dann auch bereits der Fischteich und nach einer etwas längeren Erzählung über dessen Entstehung und die Probleme beim Bau konnten wir, als sie gefüttert wurden auch einen Blick auf die Fische werfen. Einige von uns haben danach auch noch geangelt, ich war ziemlich schlecht darin, aber andere haben ein bis sogar zwei Fische gefangen. M. Koudjou hat auch eigene Heilpflanzen, darunter bekannte wie: Aloe Vera oder Petersilie, aber auch die Stachelannone (frz. Corossolier, Annona muricata) einen Baum, dessen Blätter “10.000” mal stärker gegen Krebs wirken soll als eine Chemotherapie. Über diese hohe Zahl wundert man sich - tatsächlich wurde in Laboruntersuchungen die hohe Wirksamkeit von Fruchtauszügen des Baumes gegen das Zellwachstum von Brustkrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs nachgewiesen.

Allgemein kann man zum Grundstück noch sagen, dass es sehr schön und unglaublich idyllisch ist. Dort als Kind aufzuwachsen, muss ein Taum sein. Und wir bedanken uns als ganze Gruppe nochmal bei Mister Koudjou für seine riese Gastfreundschaft. Nach unserer Tour gab es dann nochmal Mittagessen, danach hieß es good bye, und wir fuhren zurück zur Schule. 

-Alex

Tag: 
Samstag, 21. Januar 2017