Endlich ausschlafen

Schon seit einer knappen Woche leben wir nun mit unseren Corres in ihrer Heimatstadt Yaoundé zusammen. Der heutige Tag war vorgesehen um Zeit mit unseren Gastfamilien zu verbringen und wir waren frei von Schul- oder Gruppenaktivitäten. Der Sonntag ist der einzige Tag in der Woche, an dem kein Schulunterricht stattfindet. Ich glaube, daher haben es alle genossen länger als an den Schultagen schlafen zu können. Für unseren kamerunischen Gastgeschwister startet der Tag früh unter der Schulwoche und einige stehen schon um 4:30 auf. Viele Menschen im Kameruner sind gläubig und in einigen Familien sind dann alle gemeinsam zur Sonntagsmesse gegangen. Da meine Gastschwester Kenya für die Schule lernen musste, habe ich die Sonne auf dem Balkon genossen und viel gelesen. Am späten Nachmittag haben wir uns noch auf den Weg nach Bastos gemacht. Dort haben wir zwei Freundinnen im Friseursalon besucht, die auch am Austausch teilnehmen. Ich fand es total spannend zu sehen, wie Rastazöpfe (Rastas sind in Kamerun keine Dreadlocks) geflochten werden und die Schulfrisuren der Kamerunerinnen, die Pflicht sind. Die Schulfrisuren halten immer nur eine Woche und müssen daher jeden Sonntag neu geflochten werden.Viele von den Mädchen haben den Sonntag genutzt um sich Rastazöpfe flechten zu lassen. Das kann nämlich eine sehr zeitaufwändige Angelegenheit sein, die bis zu acht Stunden dauern kann. Andere in der Austauschgruppe haben sich  den Zoo angeguckt oder sind nochmal auf den Berg gefahren um den Ausblick über Yaounde zu genießen.

-Charlotte

 

Tag: 
Sonntag, 22. Januar 2017