Hello again.

Hamburg- Yaoundé 16.01.2017 Aufstehen 03:45… Ohne Worte. Duschen, Frühstück - das erste Mal mit Malarone (unserm Mittel zur Malariaprophylaxe). Dieses Ritual wird mich die nächsten Wochen begleiten. Treffpunkt am Flughafen ist 5:00. Eine halbe Stunde später sind alle da und wir können einchecken. Den Flug nach Brüssel verschlafe ich komplett. Von dort geht es in den Flieger nach Yaounde über Douala (die Wirtschaftshauptstadt Kameruns). Im Riesenflieger werden wir üppig mit Speis und Trank versorgt. Wir nähern uns Douala und erhaschen einen ersten Blick auf Kamerun im Sonnenuntergang. Wir sehen flache Hütten, Wald, ein Fluss. Nach der Landung in Douala ist es uns nicht vergönnt den Flieger verlassen zu dürfen… Vor dem neuen Abflug ordnet die Crew das Handgepäck den einzelnen Fluggästen zu. Dies ist wohl eine Sicherheitsmaßnahme um unbeaufsichtigtes Gepäck zu identifizieren. Nach einem kurzen Inlandsflug landen wir im Stockdunklen in Yaoundé. Im Flughafen füllen wir das Einreiseformular aus und zeigen der Grenzpolizei Pass, Visum und Fingerabdrücke. Nach dem Abholen des Gepäcks fragt uns eine freundliche Zollbeamte nach dem Inhalt unser Koffer, wünscht uns dann aber ohne Kontrolle einen schönen Aufenthalt. Wir betreten das erste Mal kamerunischen Boden. Die Gastfamilien erwarten uns auf der Straẞe vor dem Flughafen. Nach einem freudigen Wiedersehen machen wir uns müde auf den Weg zu den Autos. Auf dem Parkplatz reihen sich glänzende Mercedes Karossen an verbeulte gelbe Toyota Corolla, die sich später als die allseits beliebten und zuverlässigen Taxen herausstellen. Durch die belebten Straẞen fahren wir zu unseren Gastfamilien. Die eiskalten leer gefegten Gassen von Hamburg sind schnell vergessen und wir kommen zu Hause an. In dem zweigeschossigen Haus wohnen Kevin und seine beiden Eltern. Das Haus ist zwar schlicht, aber auch gemütlich eingerichtet. Ich habe ein eigenes Zimmer und sogar ein eigenes Bad. Echter Luxus. Sogar W-LAN gibt es für mich. Das ist in Kamerun keinesfalls selbstverständlich. Nach einem kurzen Abendessen, gehen wir alle schnell in die Kojen. Morgen ist Aufstehen hier um 05:30. Heute Abend habe ich noch kein Moskitonetz. Aber das regelt sich sicher in den nächsten Tagen.

- Jakob

Tag: 
Montag, 16. Januar 2017