Marché d'Etoudi

Der Morgen startet damit, dass wir das Goethe Institut in Yaoundé besuchen. Dort werden wir durch eine Bibliothek voller deutschsprachiger Bücher in einen modernen Raum geleitet. Weiße Wände, deutschsprachige Mitarbeiter und eine Klimanlage geben mir das Gefühl wieder in Deutschland gelandet zu sein.  Wir werden von Herren Jung begrüßt, der für den Bereich Information und Bibliothek im Goethe Institut zuständig ist. Ca. eineinhalb Stunden reden wir nach einer kurzen Einleitung zum Goethe-Institut über Kamerun. Alle unsere Fragen werden beantwortet. Ein großes Thema ist z.B., dass viele junge Menschen kaum mehr eine Perspektive in ihrem Land sehen. Sehr viele möchten später in Europa studieren. Deshalb ist das Goethe-Institut eine wichtige Anlaufstelle, um dies zu ermöglichen. Dort können die Schüler Deutsch lernen und am Ende eine Prüfung absolvieren, welche ihnen ermöglicht in Deutschland zu studieren. Auch wenn dies eine Chance ist, ist es für Kamerun natürlich problematisch ihre gut ausgebildete Jugend zu verlieren. Außerdem macht uns Hr. Jung darauf aufmerksam, unser Urteil über die Struktur Kameruns nicht zu schnell zu fällen. Auch wenn vieles aus deutscher Sicht chaotisch scheint, gibt es doch ein System dabei. 

Am Nachmittag geht es mit Herrn Mballa zum Markt in Etoudi, dem Viertel unserer Schule "Collège Jean Tabi". Der Markt ist in einer noch nicht fertigen Markthalle aufgebaut. Ich bin fasziniert davon, dass das Gebäude noch lange nicht fertig gebaut ist, aber trotzdem schon voll und ganz genutzt wird. Man hört die Bauarbeiter an der Außenwand arbeiten, genauso wie die Rufe der Verkäufer.  Von Mèches (Haarverlängerung), Bananenstauden, Schneiderinnen und Stoffen, Haushaltsartikeln und Medizin gibt es dort alles. Schnell komme ich mit den Marktverkäufern in Kontakt, deren Offenheit mich sehr beeindruckt. 

- Djoana

 

Tag: 
Dienstag, 24. Januar 2017