Welcome to Cameroon again

Wie so oft haben wir uns am Morgen auf dem Schulhof unter dem Baum getroffen. Dort hat jeder erstmal an seinen eigenen Projekten gearbeitet, einige haben Bio gelernt oder ein Buch gelesen. Danach haben wir gemeinsam mit den Lehrern weiter an unseren täglichen Berichten gearbeitet. Zum Mittagessen gab es Nudeln mit Gemüse und Fisch, die Nudeln mit Gemüse waren sehr lecker, aber das Beste war die Ananas zum Nachtisch. Da momentan Trockenzeit in Kamerun ist, sind die Ananas besonders süß. Am liebsten würde ich ganz viele Ananas mit nach Deutschland nehmen.

Anschließend hatten wir ein PASCH-Treffen, an dem auch unsere kamerunischen Austauschschüler teilgenommen haben. PASCH ist die Abkürzung für „Partner: Schulen der Zukunft“, die PASCH Schulen arbeiten mit dem Goethe-Institut zusammen und engagieren sich besonders für die deutsche Sprache. Dafür werden sie besonders gefördert. In Kamerun gibt es fünf PASCH-Schulen – eine davon ist das Collège Jean Tabi. Hier gibt es auch eine PASCH-AG. In dieser Gruppe haben wir den anderen Schülern und Lehrern unser Gedicht vorgetragen, das wir auch am Schulfest „Journée Retour aux sources“ vortragen werden. An diesem Tag feiert das Collège Jean Tabi die kulturelle Vielfalt Kameruns: dies ist ein Land mit über 300 Volksgruppen! Auf dem Fest stellen die SchülerInnen die kulturellen Wurzeln ihrer Volksgruppe mit Musik, Tänzen und Speisen dar.

Erst jetzt erfuhren wir, dass dies schon die Generalprobe sein sollte! Danach klärten wir gemeinsam organisatorische Angelegenheiten, wer welches „typisch deutsche Essen“ für den „Retour aux sources“-Tag kocht und mitbringt. Darauf folgte die Stellprobe. Genauer gesagt probten wir, wie wir als PASCH-Gruppe den Festplatz beim feierlichen Einzug betreten werden.

Da der „Retour aux sources“-Tag ein wichtiger Festtag im Schuljahr ist, wird nichts dem Zufall überlassen! Heute kann man wie auch an vielen anderen Nachmittagen die SchülerInnen nach dem Schulschluss beobachten, wie sie ihre Tänze in verschiedenen Bereichen des weitläufigen Schulhofes mit unterschiedlichen Trommelrhythmen proben. Und jeden Nachmittag mehr steigt die Vorfreude auf den Tag.

Auf dem Nachhauseweg haben meine Gastschwester und ich die Kleider von der Schneiderin abgeholt.

Gegenüber von dem Haus meiner Gastfamilie ist ein kleiner Shop. Der Ladenbesitzer ist total nett und grüßt immer, heute haben wir sogar schon zum zweiten Mal Bananen von ihm geschenkt bekommen und er heißt mich erneut herzlich Willkommen im Kamerun. Ich habe mich total darüber gefreut und die Bananen sind deutlich leckerer als die in Deutschland. Sie haben eben keinen langen Weg hinter sich.  

- Charlotte

Tag: 
Mittwoch, 1. Februar 2017