Femke beschreibt ihre amerikanische Schule

Liebe Wölfe!

Die zweite Woche ist schon halb rum, und es wird immer anstrengender! Die letzte Woche war auch hier die erste nach den Ferien, deshalb war das Training noch nicht ganz so schwierig und lange wie jetzt. Allerdings mache ich nicht immer mit, weil es so auch schon schwierig genug ist, die ganze Zeit Englisch zu sprechen und so viel neues zu erleben! Jetzt wird also das Training anspruchsvoller und der Unterricht auch. Dieser ist sehr anders als an unserer Schule! Es gibt an drei Tagen in der Woche sechs Blöcke und am Dienstag und Donnerstag drei Doppelstunden, die 1 1/2 Stunden dauern. Insgesamt hat jeder Schüler 6 Fächer, die jeweils 4 mal in der Woche unterrichtet werden, davon eine Doppelstunde. Ich habe Englisch, Mathe (Algebra), Gesundheit, Kunst, Bio und amerikanische Geschichte. Es ist nicht so wie bei uns, dass man z.B. bei Mathe jedes Jahr verschiedenen Bereiche abdeckt, sondern man hat ein Jahr lang Geometrie, ein Jahr lang nur Algebra und so weiter. Das gleiche gilt für NW: ein Jahr Physik, ein Jahr Chemie... Gesundheit habe ich zusammen mit meiner besten Freundin Nina und es ist ein interessantes Fach, ich kann es aber nicht beschreiben. Es gibt hier auch Hausaufgaben und jeder muss alle Aufgaben machen, egal ob er den Stoff schon kann oder nicht. Eigentlich alle Klassen werden frontal unterrichtet, was mir persönlich nicht so gut gefällt, weil die Schüler dabei nur rumsitzen und zuhören, anstatt selber etwas auszuprobieren und zu bearbeiten. Der Biologieunterricht hingegen gefällt mir sehr gut, weil wir jeden Dienstag im Doppelblock Versuche durchführen und dann theoretische Dinge dazu lernen. Was auch anders ist, ist das jedes Fach in einer anderen Gruppe stattfindet, mit meist nicht mehr als 10 Schülern. Dadurch gibt es keine Klassenverbände, was es meiner Meinung nach schwieriger macht, schnell Freunde zu finden. Es ist herausfordernd, ständig mit anderen Menschen zusammenzuarbeiten! Es gibt nur eine große Pause, die eine dreiviertel Stunde lang dauert und ansonsten nur fünf-Minuten-Pausen zwischen den Stunden. Das finde ich gut, da so mehr Zeit für Sport oder andere Aktivitäten nach der Schule ist. Nächste Woche werde ich herausfinden, ob das alles nur an der Stratton Mountain School so ist oder auch an 'normalen' Schulen in Amerika! Auf den Fotos seht ihr meine Gastschwester und mich beim Start des Rennens letzten Freitag, das Team beim rollerskien und den wunderschönen Wald direkt neben dem Haus, in dem ich gestern einen Spaziergang gemacht habe. Das Nordic ski team hat auch einen Blog, auf dem ihr Bilder von uns beim Training sehen könnt: http://smsxc.blogspot.com/?m=1

Herbstliche Grüße aus Vermont, Femke

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