Der Fähre knapp entgangen

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Unser Tag begann um 05:30 Uhr. Unsere morgendliche Routine bestand darin, die Seesäcke zu packen und die Zelte abzubauen. Während wir den Sonnenaufgang betrachteten, frühstückten wir und putzten unsere Zähne. Mit Hilfe unserer menschlichen Kette transportierten wir die Gepäckstücke runter zu den Booten. Um ca. 08:45 Uhr fuhren wir von Damnatz 54 Kilometer zum grünen Deich. Allerdings gab es ein paar Startschwierigkeiten, denn das Wasser war zu flach und der Boden sehr schlammig, sodass wir (10er Boot, Herr Egelhof) für ca. fünf Minuten nicht von der Stelle kamen. Durch einiges schütteln und rütteln befreiten wir uns aus den tiefen des Schlammes. Während wir uns Kilometer für Kilometer vorarbeiteten, wurde die Fahrt immer anstrengender. Um die Zeit zu überbrücken, unterhielten wir uns und hörten Musik, dazu schallten unsere ,,talentierten“ (Hust, Hust) Gesangsstimmen über die Elbe. Nach 27 Kilometern hatten wir in der einstündigen Pause die Möglichkeit schwimmen zu gehen, unsere Kanister mit Wasser zu befüllen und auf die Toilette zu gehen. Das Schwimmen war eine beliebte Attraktion, doch einige ergriffen die Chance sich auszuruhen. Nach zehn weiteren Kilometern erblickten wir einen großen Schwarm tieffliegender Zugvögel. Früher sagte man, wenn Vögel tief fliegen, würde es anfangen zu regnen, und genau so war es. Zuerst waren wir uns nicht sicher, ob es regnete, da wir durchgehend von der Person vor oder hinter uns nass gespritzt wurden. Ein tiefes Grollen am Himmel ertönte, wodurch der Regen mit einstimmte. Doch das war nicht unser einziges Drama, denn plötzlich fuhr eine Fähre von rechts nach links. Unsere Boote hielten erst an, da Frau von Appen meinte, dass wir es nicht mehr schaffen würden, doch dann gab Herr Egelhofs Boot richtig Vollgas, um die Fähre zu überwinden. Die Verwirrung war groß, doch dann fuhren auch sie hinterher und entwichen der Fähre. Zwischen 18:30 und 19:00 Uhr kamen wir an. Unser Gepäck wurde von einem Auto mit Hänger den Berg hochgefahren. Drei Kinder aus unserer Gruppe durften hinten mitfahren. Als die Abenddämmerung anfing gingen viele noch duschen. Danach kochten wir bis die Sonne ganz unterging. Bevor alle schliefen, hörte man aus jedem Zelt ein leises Tuscheln. Obwohl der Tag lang und anstrengend endete, war die Vorfreude für den nächsten Tag sehr groß, da wir nur 27 Kilometer vor uns hatten.

Ina | Paulina

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