Annalenas erste Tage in Berlin

Guten Tag Frau Krüger,

ich bin in Berlin bei meiner Tante und mache ein Praktikum bei ihrer Freundin.

Sie heißt Virginie und ist beruflich strategische Designerin. Meine Tante und Virginie leben zusammen

und Virginie arbeitet von Zuhause aus. Virginie hat momentan ein paar Aufträge, von denen

die meisten Workshops sind. Wir fangen immer morgens um 10 Uhr an und Feierabend machen wir

immer unterschiedlich, manchmal um 17 Uhr oder 18 Uhr.

 

Montag 20. August

Arbeit

Virginie hat mir erzählt, was sie so bei ihrer Arbeit macht und welche Aufträge sie gerade hat.

Da ich erst nachmittags angekommen bin (ich bin doch am Montag und nicht am Sonntag gefahren),

haben wir an dem Tag nicht mehr sehr viel gearbeitet. Einer ihrer Aufträge ist ein "Cabinet of Curiosities"

oder im Deutschen "Wunderkammer".

Also habe ich am Montag im Internet recherchiert, was Cabinets of Curiosities sind.

Freizeit

Wir haben uns schön auf das Sofa gesetzt und einen Filmeabend gemacht mit einer Freundin von uns, die

im Nachbarhaus wohnt.

 

Dienstag 21.August

Arbeit

Am Dienstag habe ich weiter recherchiert und habe auf Pinterest Pinnwände erstellt und Bilder

dazu gespeichert die uns inspirieren könnten; Wunderkammern sind kleine oder große Sammlungen von

verschiedenen Objekten, die unterschiedliche Herkünfte haben und gemeinsam präsentiert werden.

Z.B. Silber- oder Goldschmiedearbeiten, Perlen, Bergkristalle, Vogel Eier, ausgestopfte Tiere

(für z.B. Naturkundemuseen), Muscheln oder Elfenbeinschnitzereien. Diese Wunderkammern gibt es 

schon seit dem 14. Jahrhundert und dienten damals als Repräsentation von Fürsten und vermögenden Bürgern,

außerdem waren Museen(Naturkundemuseen) früher so aufgebaut.

Wunderkammern sind zum anschauen, sie sind wie eine Kunstausstellung die man sich anschaut

und neugierig wird. Sie sind da, um Inspiration zu finden. Der Auftrag ist nämlich eine Wunderkammer für

ein Consulting Büro zu machen (natürlich moderner und nicht mit ausgestopften Tieren).

Es steht noch nicht ganz fest, welche Objekte in die Wunderkammer kommen, aber es soll auf jeden Fall

ein Schrank oder Schränkchen sein, welches man mal kurz zur Seite schieben kann, also mit Rollen,

weil es sonst zu viel Platz einnimmt. Es soll auch viele kleine Schubladen zum Entdecken haben,

in welche man Objekte zum Riechen machen kann, Stoff Stücke, kleine Objekte und andere Materialien

die alle ein wenig abstrakt sein sollen. Sie sollen eine Hilfe zur Inspiration sein und zwar auf "Konzeptlevel"

und nicht auf "Kunstlevel" wie damals in Museen, d.h. nicht nur mit schönem Aussehen sondern auch

mit Strategie.

Freizeit

Wir sind abends bei der Geburtstagsfeier von der Nachbarin gewesen, die am Montag zu uns gekommen ist.

Unten in unserem Haus ist ein Biergarten und da hat sie ein paar Freunde eingeladen und wir haben ein 

bisschen gefeiert.

 

Mittwoch 22.August

Arbeit

Am Mittwoch haben wir an einem anderen Auftrag gearbeitet. Der Auftrag ist für einen Workshop,

und zwar sollen anhand von Spielfiguren und Bausteinen von Playmobil und Lego die Zukunft der Organisaton

und  Visionen dargestellt werden. Die Playmobil Figuren sollen die Menschen darstellen und die

Lego Bausteine die Konzepte. In dem Workshop werden die Personen in 5 Gruppen aufgeteilt und sollen

Situationen und Konzepte mit den Spielfiguren spielen, die sie dann am Ende präsentieren. Dafür sind Virginie

und ich zu einem Playmobil Store gefahren und haben erstmal ganz ganz viele Figuren gekauft.

Man konnte dort für 1€ selbst eine Figur erstellen aus zur Verfügung stehenden Armen, Beinen, Oberteilen,

Köpfen, Haaren, Jacken und anderen Accessoires. Wir waren ungefähr 1,5 Stunden im Playmobil Laden,

um 1. ca. 65 Figuren selbst zumachen und 2. noch andere Sets mit Spezial Figuren wie z.B. Indianer, 

Astronauten oder Feuerwehrmänner einzukaufen. Als wir zuhause waren habe ich angefangen die ganzen

Figuren zusammen zubauen. Was ich auch den ganzen restlichen Tag gemacht habe, da Virginie 

noch ein paar Figuren zuhause hatte also waren es insgesamt über 130.

Freizeit

Meine Tante und Virginie haben einen Garten in einer Kleingartenkolonie. Dort haben wir uns um die Pflanzen

gekümmert und frische Zucchinis und Tomaten geerntet. Später sind noch 2 Freunde gekommen und wir

haben gegrillt. Lola (der Hund von meiner Tante) ist auch mitgekommen und ich habe mit ihr gespielt.

 

Viele Grüße 

Annalena