Tag 2: Ruhetag oder 3-Tage-Tour?

Tag 2: Ruhetag oder 3-Tage-Tour?
Von: Bortelid
Bis: Reinstjønn
Wetter: Niesel den ganzen Tag, zwischendurch Regen
Stimmung: motiviert bis verzweifelt
Spruch des Tages: "Das wäre doch erbärmlich!" (Frida)

Blick aus dem Tarp: Die Kids sind aufgestanden und machen von sich aus Feuer im Regen. Wir halten uns zurück und gucken mal was passiert…

03_tag02_feuermachen.jpg

Als das Betreuer-Tarp nach der langen Reise und etwas Regen in der Nacht am nächsten Morgen zu sich kommt, herrscht reges Treiben im Basislager. Unter anderem Luis, Nick, Carl, Yola und Lynn sammelten Feuerholz und richteten die Feuerstelle ein. Dabei regnete es leicht. Überrascht richteten wir uns auf. Warum machen die jetzt Feuer, fragten wir uns. Ansage war doch gestern Abend, dass es Müsli mit Milch gibt. Mal abwarten, was passiert… Plötzlich brannte das Feuer. Immer mehr Holz wurde draufgelegt. Zwischenzeitlich bereiteten Lewis, Nick und Mateo das Müsli zu und rührten die Milch an. Mittlerweile waren immer mehr aufgestanden, standen am Feuer oder halfen dabei, es am Laufen zu halten. Der Regen hielt weiterhin an.
Wir in unseren warmen Schlafsäcken, unter den trockenen Tarp, warfen einen Blick auf den Wetterbericht. Nieselregen bis 15:00 Uhr, dann bis 20:00 Uhr stärkerer Regen. Was tun? Wanderung abblasen und sich hier etwas vor Ort ansehen oder die harte Tour: Im Regen los, im Regen wandern und abends bei stärkerem Regen die Zelte aufbauen und Probleme beim Feuer machen bekommen? Die Antwort erschien uns leicht, zudem die Gruppe in ihrem Treiben spannend zu beobachten war und wir den Prozess am Feuer nicht stören wollten.
Doch dann kam Emil gegen kurz vor 11:00 Uhr ans Tarp. Er fragte, wann wir losgehen würden. Paul kam ebenfalls hinzu. Sie hätten schon gepackt und würden das Zelt jetzt abbauen. Wir bremsten und klärten über das kommende Wetter auf - Option eins: Ruhetag hier oder Option zwei: die harte Tour direkt zum Start der Herausforderung. Für Emil war die Entscheidung klar: „Es soll losgehen!“ Paul war etwas verhaltener und diplomatischer. Beide gingen ans Feuer, um die Optionen zu verkünden. Plötzlich standen zehn Kids vor den Tarp. Wir stellten noch mal Option eins vor. Frida: „Das wäre doch erbärmlich!“ Die anderen sahen es ähnlich, somit waren schon zehn Leute da, die drängten, loszugehen.
Also dann… Packen, Zelte abbauen, Essen packen. Um 13:00 Uhr waren wir bereit zum Losgehen. Also WIR. Die Kids waren schon gegen 12:00 Uhr fertig…
Wir brachen zum Reinstjønn auf. Emil, Nick und Luis nahmen Karte, Uhr und Kompass in die Hand und gingen mit mehreren vorweg. In den Pausen gab es „Mister Tom“-Riegel und Früchte.
Der Weg war matschig, nass und steil. Es regnete und nieselte fast pausenlos. Richtig stören tat es aber niemanden. Lynn klagte über zu viel Gepäck, gerne erleichterten wir sie um Spinatfrikadellen und Cocktailsauce. Paul und Emil nahmen [ihr; HW] darüber hinaus Dinge wie das Zelt ab.

Am Reinstjønn angekommen, bauten wir die Zelte auf, hackten Feuerholz, hoben die Feuerstelle aus und organisierten das Essen. Dann machten wir Feuer. Also… wir versuchten es. Drei Stunden lang. Immer wieder ging das Feuer aus… Mindestens dreimal dachten wir, wir hätten es geschafft. Nach drei Stunden und vielen kleinen Tricks und Kniffen gaben wir frustriert auf. Es gab dann also Müsli mit Milch und jeder erhielt noch eine Möhre, die es aufgrund der Nässe wahrscheinlich nicht zum nächsten Tag geschafft hätte.
Dann war gegen 20:30 Uhr Feierabend. Noch ein letzter Blick in die Zelte und dann ins Bett. Oh sorry… auf die Isomatte. Gute Nacht! 

PS: Es regnet…  Oh warte, es hat gerade aufgehört…

Bericht: SOR