Kamerun Blog

Die Austauschbegegnung im August/September 2018 am Collège Jean Tabi wurde mit den Mitteln des Kirchlichen Entwicklungsdienstes der Nordkirche und aus dem PASCH-Programm der KMK (« Schulen - Partner der Zukunft ») gefördert.

1. September 2018

Ins Wasser gefallen

Heute Morgen war der vorletzte Tag zum Ausschlafen, da hier am Montag die Schule wieder beginnt. Nach einem Frühstück hatten wir eigentlich geplant, uns als Gruppe an der Schule zu treffen, um gemeinsam zum Bespiel Basketball zu spielen. Wir hatten auch schon alles durchgeplant, aber dann haben immer mehr abgesagt, weil unsere Gastfamilien schon etwas anderes mit uns vorhatten. Trotz allem waren Alina, Moritz und Luzie mit ihren Austauschpartnern an der Schule. Obwohl es fast den ganzen Vormittag regnete, haben auch alle anderen, deren Gastfamilien schon Programm geplant hatten, viel erlebt: Einige von uns waren beim Friseur und haben sich ihre Haare flechten lassen. Zu erwähnen ist hierbei, dass das keineswegs ein entspannter Nachmittag beim Friseur ist. Man hat einige Schmerzen davon zu tragen und nach 7 Stunden auf einem Holzstuhl spielt nicht nur dein Kopf, sondern auch dein restlicher Körper nicht mehr mit. Dafür hat jetzt der Großteil der Gruppe geflochtene Haare, was auch von kamerunischer Seite für viel Bewunderung sorgt.

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Einige aus unserer Gruppe waren auch mit ihren Corres Schulmaterial kaufen oder Eis essen. Es gab auch noch Gastfamilien, die mit ihren Gastschülern bei einem Teil der Familie zu Besuch waren. Hier in Kamerun sind die Familien allgemein sehr groß und auch Menschen, die genetisch rein gar nichts mit der Familie zu tun haben, werden als Oma, Opa oder gar als zweite Mutter bezeichnet. Besonders an den Wochenenden, wo die meisten Zuhause sind, kommt es auf jeden an. Es muss das Geschirr und die Wäsche gewaschen werden und das Essen vorbereitet werden. Die Essen hier bestehen meist aus mehreren Gerichten, sodass man sich eins aussuchen oder mehrere mischen kann. Durch die große Auswahl gibt es allerdings einiges vorzubereiten und beim Zugucken fällt schnell auf, dass schon die Kleinen wissen, wie man einen Kohl schneidet oder Risotto kocht. In so einer Großfamilie fällt schnell auf, wie wichtig jedes Mitglied ist und welchen Stellenwert die Familie in der kamerunischen Gesellschaft hat. Es ist vorallem der Zusammenhalt und die Unterstützung, die die Großfamilie in Kamerun auszeichnet.

Nala, Justus und Juliana

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31. August 2018

Ein Tag mit kamerunischen Traditionen in einer Chefferie

Unser gemeinsamer Tag begann heute schon um 7 Uhr mit einem Treffen an der Schule, da wir uns auf den zweistündigen Weg in die Chefferie de troisième degré des Dorfes Guientsing 2 machen wollten. Unsere Abfahrt verzögerte sich jedoch dadurch, dass wir erst eine Stunde später vollständig waren. Auf der Fahrt schliefen sehr viele, weil die Nacht für sie zu kurz war. Bei der Ankunft in der Chefferie wurden wir mit Trommelmusik herzlich willkommen geheißen. Wir nahmen dann auf Stühlen Platz und wurden offiziell durch den Chef (Dorfoberhaupt) begrüßt, welcher uns kurz darauf die Gräber seiner Vorgänger zeigte und sowohl die Fußball- und Musikgruppen des Dorfes als auch den Dorfkunsthandwerker vorstellte. Es gab auch einige Stände, an denen uns etwas zum Kakaoanbau, Palmwein und typischen Köstlichkeiten erzählt wurde. Wir konnten auch immer etwas probieren (Kakaobohnen, Beignets, Palmwein...). Am besten haben uns die Beignets aus Maniok und Jamswurzel geschmeckt. Die Kakaobohnen waren von außen sehr schleimig und schmeckten etwas bitter. Danach wurde zu traditioneller Musik getanzt, wobei dann sowohl einige deutsche als auch einige kamerunische Schüler/innen mittanzten. Der nächste Programmpunkt war eine kurze Zusammenfassung der Geschichte des Dorfes, auf welche eine Besichtigungstour der Kakaoplantage und der Schule folgte.

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Von der Schule fuhren wir mit dem Bus zurück zum Hauptgebäude. Das Besondere hierbei war, dass eine Handvoll Schüler/innen während der Fahrt, auf dem Dachgestell des Busses saßen. Am Hauptgebäude wieder angekommen gab es ein vielfältiges Essen bestehend aus Fisch, Fleisch, Obst, Gemüse und Wurzeln. Nach dem Essen wurden die deutschen Lehrerinnen feierlich vom Chef zu Ehrenbotschafterinnen des Dorfes ernannt und das Dorf schenkte uns verschiedene Früchte. Wir schenkten dem Dorf ein T-shirt des Collège Jean Tabi und mehrere Flaschen Wein. Anschließend machten wir mit dem Bus noch einen Zwischenstopp auf dem Weg zum Fußballplatz, auf dem kurz darauf das Finale regionaler Mannschaften angepfiffen werden sollte, bevor wir uns dann auf den Heimweg machten. Auf dieser kleinen Zwischenetappe saßen wieder so viele wie Platz hatten auf dem Dach. Auf dem langen Rückweg hielten wir spontan noch kurz bei Verwandten von Angela, bei denen wir Bananen, Mandarinen, Bier und Softdrinks als Stärkung bekommen haben - die kamerunische Gastfreundschaft ist überwältigend! Das muss man einfach selbst erfahren haben und begleitet uns heute besonders. Nach der Pause ging die Fahrt zu den Gastfamilien zu Ende.
Nach diesem sehr aufregenden Tag sind wir alle müde und reich an neuen Erlebnissen in unsere Betten gefallen.

Juliana, Justus und Nala

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30. August 2018

Ein Tag mit gemischten Gefühlen

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Heute, wieder in der Schule, haben wir weiter an unseren jeweiligen Projekten gearbeitet und einen Reader zur gemeinsamen Geschichte von Deutschland und Kamerun gelesen. Es ist für uns nur schwer vorstellbar, dass Kamerun einmal eine deutsche Kolonie gewesen ist. Vieles ist erst durch die gemeinsame Geschichte beider Länder und Kulturen zu verstehen. Für diese Entdeckungen haben wir jetzt (leider) nur noch eine Woche Zeit...

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Zum Mittagessen gab es Bananen, Mandarinen, Erdnüsse und Beignets. Beignets sind etwa so wie Donutbällchen, sehr lecker. Wir hatten ein kleineres Mittagessen, da wir kurz danach zum Ecopark aufgebrochen sind. Den ersten Teil des Weges sind wir mit Taxis gefahren. Im Taxi ist es meistens sehr warm und eng, weil man es sich oft zu siebt teilt. Den letzten Teil des Weges sind wir, jeweils gemeinsam mit unseren Corres mit dem Motorrad-Taxi gefahren. Das war staubig und ziemlich abenteuerlich, hat aber fast allen von uns richtig viel Spaß gemacht. Im Ecopark wurde uns eine Führung gegeben, es gab neben vielen verschiedenen Affenarten, Dromedaren, Stachelschweinen, Krokodilen, einer Riesenschildkröte und einer Fischzucht noch ein paar andere heimische Tiere. Wir glauben einige fanden es schön, doch viele hatten Mitleid mit den Tieren, weil die Käfige so klein waren. Unsere Führerin hat uns erzählt, dass nur verletzte Tiere zu ihnen gebracht werden und sie auch versuchen diese wieder auszuwildern. Wir hoffen, dass dies wirklich geschieht und auch klappt, denn die Tiere wirken schon sehr an die Menschen gewöhnt. Im Anschluss ging es, wieder mit (Moto)Taxi, nach Hause in unsere jeweiligen Gastfamilien.

Lola & Luzie

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29. August 2018

Wir erkunden die Stadt

Wie jeden Wochentag treffen wir uns um 8:30 Uhr in der Schule. Manche kommen zu spät aus verschiedensten Gründen: Sie standen im Stau, sie haben verschlafen...

Aber sobald Du in der Schule ankommst, arbeitest Du weiter an Deinem Projekt: Photovoltaikanlage, Stadtentwicklung oder Schulsysteme.

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Noch vor dem Mittagessen wird uns von den Kamerunern deren Schulsystem vorgestellt. Es ist sehr interessant und ganz anders als das deutsche Schulsystem. Es wird zwischen dem anglophonen und dem frankophonen System, zwischen dem öffentlichen und privaten Sektor und zwischen sekulären und kirchlichen Trägern unterschieden. Das katholische Privatcollège Jean Tabi wurde 1956 gegründet und wird seit 1975 von den Soeurs Servantes du Saint Coeur de Marie geleitet. In einer Klasse sind 55-75 Schüler.

Jetzt sind wir an der Reihe. Drei Schülerinnen stellen auf Französisch unsere Schule vor und wir gucken uns sogar noch das Schulvideo an, damit sie einen noch tieferen Einblick in unseren Schulalltag bekommen können.

Nach einer Wartezeit gibt es (endlich) Essen. Heute gibt es Reis und Kartoffeln mit Erdnuss-Soße und Fleisch, für die nicht Vegetarier.

Nach dem Essen haben wir Pause, manche spielen Karten, einige schlafen und andere unterhalten sich.

Nach der Pause fahren wir gemeinsam mit dem Bus in das Zentrum von Yaoundé. Es ist eine Stadtrundfahrt geplant und ein Besuch im Nationalmuseum.

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Als erstes waren wir beim Stade Ahmadou Ahidjo. Das ist eins der größten Stadien Afrikas mit einem Fassungsvolumen von 60000 Menschen. Wir haben auch erfahren, dass an der Stelle, wo jetzt das Stadion steht, vorher ein Friedhof der Ewondo war und deswegen die Indomitable Lions (Kamerunische Nationalmannschaft) in diesem Stadion nicht gewinnen können.

Im Nationalmuseum gab es viele interessante Austellungsstücke zur Kamerunischen Geschichte und Kultur zu besichtigen. Darunter waren zum Beispiel Miniatur-Nachbildungen von den Wohnhäusern aus den Regionen Kameruns. Ihre unterschiedlichen Bauweisen, die Musikinstrumente, Bilder von Künstlern und auch Masken sind wirklich sehr beeindruckend.

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Auf dem Rückweg sehen wir noch das Monument de la Réunification, das 1970 gebaut wurde, um die Wiedervereinigung des anglophonen und des frankophonen Kamerun zu feiern.

Um 19:00 ist die Stadtbesichtigung zu Ende und wir sind alle müde von dem langen Tag und kehren in unsere Familien zurück.

Stella und Milan

28. August 2018

Ein Stück Deutschland in Kamerun

Heute Morgen haben wir uns alle wieder, mehr oder weniger pünktlich, im Collège Jean Tabi getroffen. Wir sollten zuerst an unseren Projekten arbeiten. Ein Teil unserer Gruppe, konnte die Informationen von gestern direkt verwenden, um mit dem Flyer zur Solaranlage, die hier am Collège Jean Tabi gebaut werden soll, zu beginnen.

Der Flyer soll die Menschen an beiden Schulen über das Projekt informieren und die Funktionsweise einer Solaranlage  erklären. Der andere Teil hat sich mit der Stadtentwicklung Yaoundés beschäftigt. Mit einiger Verspätung (aufgrund von Stau) kam dann unser Mittagessen: Reis mit Gemüse und Fisch und zum Nachtisch natürlich Bananen. Nach dem Essen haben wir uns in Gruppen aufgeteilt und wollten mit dem Taxi zur deutschen Botschaft fahren. Leider kannte der Taxifahrer den Weg nicht, doch wir sind einfach irgendwann ausgestiegen und mit Hilfe von einem Handy das letzte Stück gegangen. An der Botschaft hat schon der Rest der Gruppe auf uns gewartet. Am Eingang mussten wir unsere Taschen und Ausweise abgeben, danach hatten wir die Möglichkeit mit Judith Gosmann, einer Mitarbeiterin der Botschaft zu sprechen, die uns etwas über die verschiedenen Abteilungen und deren Aufgaben erzählt hat und unsere Fragen beantwortet hat.

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Nach einem kurzen Photoshooting vor der Botschaft ging es wieder mit dem Taxi nach Hause. Angekommen haben wir gegessen und ich (Luzie) habe “Prune“ probiert. “Prune“ ist eine Frucht mit violetter Schale, die innen grün ist und einen großen Kern hat. Den Geschmack kann ich nicht beschreiben, man sollte es einfach probieren. Beim Essen haben wir, wie so häufig ferngesehen. Später habe ich mit Yvanna und ihrer Cousine Karten gespielt. 
Wir freuen uns schon auf die nächsten Tage und genießen die Zeit hier total!

Luzie und Lola

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27. August 2018

Der erste Tag mit Regen

Nach dem Wochenende in dem Familien sollten wir uns eigentlich um halb neun an der Schule treffen. Doch aufgrund verschiedener Absprachen, des stockenden Verkehrs und einer gewissen Entspanntheit mit der Zeit waren wir erst um 10 Uhr vollständig. Heute wollten wir zuerst eine kleine Tour durch den Stadtteil machen und nachmittags sollte ein Solarexperte kommen. Für den heutigen Tag haben uns M. Luc Mballa und M. Joseph Effa begleitet. M. Mballa ist Geschichts- und Geographielehrer und
M. Effa unterrichtet Deutsch am Collège Jean Tabi. M. Mballa hat uns durch den Stadtteil Etoudi geführt. Bei unserer Führung haben wir mehrere katholische Kirchen und Schulen gesehen. In eine der größten Kirchen Yaoundés sind wir hineingegangen. Uns wurde von unseren Gastgeschwistern erklärt, dass man sich bekreuzigen muss, bevor man die Kirche betritt. Für viele von uns war das neu und  musste uns erst gezeigt werden. Die Religion spielt in Kamerun eine große Rolle. Hinter der Kirche sind wir eine Straße entlang gegangen zum nördlichsten Bezirk von Yaoundé. Es ist der Bezirk Emana. Der Blick auf die Häuser mit den umliegenden Hügeln war sehr schön,  zeigt aber auch die vorhandenen Unterschiede im Land.

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Der Stadtteil war einer der Ärmeren. Es gibt zum Beispiel kein fließend Wasser. Überall liefen Hühner herum und die Gräben waren sehr verschmutzt. Trotzdem fanden wir ihn auf seine Art beschaulich. Uns wurde erklärt, dass die Solidarität und Gemeinschaft in Kamerun sehr wichtig ist. Alle begrüßen und helfen einander und teilen das, was sie haben. Anschließend konnten wir von weitem einen Blick auf den Präsidentenpalast werfen. Auf dem Rückweg sind wir über einen ziemlich großen Markt gegangen. Viele von uns waren ein bisschen überfordert, durch das für uns aufdringliche Verhalten der Verkäufer. Zurück in der Schule gab es ein leckeres Mittagessen. Der Solarexperte M. Maurice Seke hat uns danach etwas über die Funktion, den Aufbau und über die Nutzung einer Solaranlage erzählt. Das war eine gute Ergänzung zur Vorbereitung in Deutschland.Am Ende des Programms fing es richtig an zu regnen, sodass wir alle noch länger blieben, um trocken nach Hause zu kommen. Es war ein sehr ereignisreicher und anstrengender Tag!

Luzie und Lola

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26. August 2018

Dimanche, c'est la messe

Der zweite Tag in den Gastfamilien. Als wir gegen 8 Uhr aufgestanden sind, war die ganze Familie schon auf und der Sonntagsputz war in vollem Gange. Jedes Familienmitglied, egal ob Junge oder Mädchen, hatte seine eigene Aufgabe wie wischen, Abendessen vorbereiten oder Wäsche mit der Hand waschen.
Meine Gastschwester hat uns ein Frühstück aus Omlett, Tomaten und Wurst mit Brötchen zubereitet. Zu trinken gab es Milch aus Milchpulver mit braunem Zucker. Ungewohnt, aber lecker!
Nach dem Frühstück haben sich alle gewaschen und schick für die Kirche angezogen. Zur Messe, wie viele andere aus unserer Gruppe, waren wir in der Kathedrale 'Notre Dame Des Victoires', die größte in Yaoundé. Der Gottesdienst glich dem eines katholischen in Deutschland. Besonders die Lieder mit ihren Emotionen und Stimmungen haben mich sehr berührt. Die Verbundenheit der Menschen durch ihren Glauben war spürbar, dass war sehr schön.
Die Messe ging zwei Stunden und als wir wieder zuhause waren, mussten sich erstmal alle ausruhen. Nachmittags habe ich mit den sieben Cousins unterschiedlichen Alters mit bunter Kreide den Innenhof bemalt. Dies war mein Geschenk aus Deutschland und hat große Freude bei den kleinen Kindern hervorgerufen. Trotz Komplikationen in der Sprache hatten wir viel Spaß und haben viel gelacht. Wir haben uns gegenseitig Wörter beigebracht und diese vorher zum Verständnis aufgemalt.

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Zum Abendbrot gab es sehr leckeren zarten Fisch mit frittierten Kochbananen. Besonders die Kochbananen habe ich in mein Herz geschlossen. Vor dem Schlafen gehen hat sich die ganze Familie im Wohnzimmer versammelt und gebetet und gesungen. Der älteste Junge des Hauses leitet das Gebet und jeder hat eine Stelle, bei welcher sie/ er etwas hinzufügen oder Lieder anstimmen.
Abends bin ich mit vielen neuen Erinnerungen erschöpft, aber zufrieden eingeschlafen.

Auch die anderen haben einen spannenden Tag erlebt. Juliana war bei den Großeltern auf dem Land zu Besuch, Luzie war Eis essen und hat, wie viele andere auch, Sightseeing gemacht, Helen hat mit ihrer Familie zusammen gekocht, Stella hat viel erlebt und war unter anderem in Kino und Zoo, welchen sich auch Milan angeguckt hat.

Alina

25. August 2018

Allein in den Familien

Heute ist der erste Tag, den wir allein in unseren Gastfamilien verbringen. Nach und nach stehen alle auf und frühstücken. Beide Eltern sind arbeiten. Nach dem Frühstück wollen die jüngeren Geschwister ein bisschen Wii spielen. Gegen 12 Uhr kommt ein Bekannter der Familie mit dem Auto. Er will nur ein Zelt abholen. Mein Corres und ich fahren in einem anderen Auto mit. Trotz seiner 15 Jahre darf er schon Auto fahren. Am Zielort befindet sich bereits eine aufgebaute Musikanlage. Kinder tanzten dort und die Leute sind fröhlich. Alle befinden sich in mitten der Vorbereitung für eine Geburtsfeier. Wir bauen das Zelt auf und fahren wieder nach Hause. Etwas später fahren wir zur Arbeit der Mutter meines Austauschschülers. Sie bereitet unter anderem Hochzeiten vor. Zunächst helfen wir das Dekomaterial vom Auto zu laden. Danach werden kaputte Stühle aussortiert, welche wir daraufhin umtauschen fahren. Auf dem Rückweg vom Stühle umtauschen ist die Straße gesperrt: Der Präsident von Kamerun verreist. Von Weitem können wir die Eskorte des Präsidenten sehen. Was für ein Erlebnis! Nach langem Warten geht es weiter. Zurück bei der Hochzeit Vorbereitung heißt es alles so schick wie möglich machen. Langsam treffen die ersten Gäste ein und unsere Arbeit ist getan. Am Abend geht es müde - aber zufrieden zurück nach Hause. Die anderen haben sich die Stadt angeschaut. Unter anderem Basketball Clubs und auch einen Zoo.

Moritz

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25. August 2018

Bonjour Kribi!

Dies ist unser zweiter Tag im „Centre Pastoral Saint Joseph de Kribi“ mit unseren Corres. Heute morgen wurden wir um 8 Uhr durch Klopfen an unserer Tür geweckt. Die meisten haben gut geschlafen und sind fit für den Tag. Die Stimmung beim Frühstück war gut. Nach dem Frühstück haben wir uns zu unserem Seminar mit Gaetan, zum Thema interkulturelle Kompetenz und Kultur getroffen. Gaetan Kande ist vom Goethe-Institut und studiert Germanistik in Yaoundé. Bei dem Seminar haben wir die verschiedenen Sprachen, Essen, Musik und Tänze der unterschiedlichen Regionen Kameruns kennengelernt. Dabei haben uns die Tänze besonders beeindruckt. Angela, Stella und Justus konnten mit landestypischen Tänzen glänzen smiley
Zum Mittagessen gab es unter anderem Piment, eine besonders scharfe Soße von der sich Stella genommen hat. Ein paar von uns SchülerInnen wollten ihr nicht glauben, dass es so scharf war - also haben wir sie auch probiert. Das war keine gute Idee, denn sie war wirklich sehr scharf, aber die Reaktionen waren ziemlich lustig.

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Nach einer Mittagspause sind wir dann zum Meer gefahren. Dort haben wir uns erstmal den „Chute de la Lobé“ angeschaut, einen Wasserfall der ins Meer mündet. Es war sehr schön und beeindruckend. Anschließend sind wir zum Strand gefahren und haben im Meer gebadet, das hat uns allen großen Spaß gemacht. Es gab eine Brandung mit Wellen, die größer waren als wir selbst. Leider mussten wir vor dem Sonnenuntergang wieder in unsere Herberge fahren, wo es ein leckeres Abendessen gab. Eine kleine Gruppe hat am Abend Karten gespielt, eine andere hat Musik gehört, getanzt und einige haben sich die Haare geflochten. Jeder hatte Spaß! Um 22 Uhr mussten wir dann alle in unsere Zimmer - bonne nuit.

Helen und Lea

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22. August 2018

Komm’ wir fahren ans Meer

Unser erster Tag in Kamerun fängt mit einem Frühstück in den Familien an. Es gibt Baguette, Früchte, Omelette, Müsli und Kakao. Selbst die TeilnehmerInnen mit besonderen Essensbedürfnissen wurden berücksichtigt.
Um neun Uhr treffen wir uns alle im „Collège Jean Tabi“.
Auf dem Weg zur Schule haben einige von uns das Gefühl auf Grund ihrer Hautfarbe aufzufallen.
Wir haben das Gepäck auf dem Dach gelagert und jetzt kann es losgehen nach „Saint Joseph de Kribi“, eine siebenstündige-Fahrt mit ein paar Pausen zwischendurch an den Märkten. Dort kommen viele Verkäufer an die Bustür mit verschiedensten Sachen. Wir kaufen uns Erdnüsse in Flaschen, Bananen und Mandarinen, was alles sehr lecker ist!!

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Die Pipi-Pause erledigen wir in der Natur, ein Erlebnis!
Auf der Weiterfahrt gibt es kaum Abbiegemöglichkeiten, viele Passkontrollen und an den Seiten gibt es sehr viel Natur, wunderschön!! Es gibt ganz andere Pflanzen als in Deutschland.
Im Bus ist es relativ eng und wir hatten Kameruanische Musik laufen.

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Wir sind alle sehr erschöpft von dem Flug und den vielen neuen Eindrücken, dennoch sind wir alle sehr neugierig auf Kribi, das Meer und was uns noch so alles erwarten wird.
In der Herberge gibt es Fisch, Ananas, Gemüse, Reis und Plantana (Kochbananen) zum Abendessen, mmmh lecker!!
Anschließend haben wir noch eine Einführung zum Thema Interkulturalität, weshalb wir Spiele spielen, um uns besser kennenzulernen. Wir haben großen Spaß und lachen sehr viel!!
Am späten Abend sind wir alle ins Bett gefallen!!

Milan und Stella

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21. August 2018

On va au Cameroun

Wir haben uns heute morgen, außerordentlich übermüdet um fünf Uhr morgens am Flughafen getroffen. Bei der Gepäckaufgabe, hatten einige einen übergewichtigen Koffer und mussten deshalb kurzfristig noch umpacken. Nach einem kurzen Flug sind wir in Brüssel gelandet, wo wir ca. drei Stunden Aufenthalt hatten.

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Das Essen am Flughafen war sehr überteuert: Juliana hat sich, um ihre Malariaprophylaxe nehmen zu können, einen sehr süßen und für die Größe, einen sehr teuren Kakao gekauft. Für viele aus unserer Gruppe war der Flug von Brüssel nach Douala (Kamerun) der erste Langstreckenflug. Im Flugzeug hatten wir jeweils eigene Fernseher und genug Filme und Spiele, um uns während des sechsstündigen Fluges zu beschäftigen. Die Lehrerinnen waren mit den Spielen, die es dort gab, überfordert:) Es gab z.B. ein Fischspiel, bei dem man mit einem Fisch die kleineren Fische essen und währenddessen aufpassen musste, dass man nicht von größeren Fischen gefressen wird. Die Schwierigkeit des Spielens bestand darin, dass der Touchscreen des Bildschirms nicht so gut reagiert hat; dadurch musste man stärker aufdrücken und hatte danach einen tauben Finger. Da es auf Langstreckenflügen immer mindestens eine Mahlzeit gibt, kamen wir natürlich auch in den „Genuss“, das Flugzeugessen zu probieren.

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Nach einem einstündigen Aufenthalt in Douala, wo wir allerdings nicht das Flugzeug verlassen - sondern nur an die Tür gehen durften, um dort kurz „frische Luft“ zu schnappen, sind wir weiter nach Yaoundé geflogen. In Yaoundé am Flughafen, mussten wir erst durch eine Health Control und dann durch die Passkontrolle. Mit unseren Koffern sind wir dann zum Ausgang gegangen, wo unsere Gastfamilien bereits sehnsüchtig auf uns gewartet haben. Wir sind sehr gespannt, unsere Gastgeschwister endlich persönlich kennenzulernen, aber waren auch etwas nervös aufgrund der kulturellen Unterschiede und der Sprachbarriere. Anschließend ist jeder mit seiner Gastfamilie nach Hause gefahren. Dort gab es dann das erste kamerunische Abendessen.

Juliana, Justus und Nala

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