Ins Wasser gefallen

Heute Morgen war der vorletzte Tag zum Ausschlafen, da hier am Montag die Schule wieder beginnt. Nach einem Frühstück hatten wir eigentlich geplant, uns als Gruppe an der Schule zu treffen, um gemeinsam zum Bespiel Basketball zu spielen. Wir hatten auch schon alles durchgeplant, aber dann haben immer mehr abgesagt, weil unsere Gastfamilien schon etwas anderes mit uns vorhatten. Trotz allem waren Alina, Moritz und Luzie mit ihren Austauschpartnern an der Schule. Obwohl es fast den ganzen Vormittag regnete, haben auch alle anderen, deren Gastfamilien schon Programm geplant hatten, viel erlebt: Einige von uns waren beim Friseur und haben sich ihre Haare flechten lassen. Zu erwähnen ist hierbei, dass das keineswegs ein entspannter Nachmittag beim Friseur ist. Man hat einige Schmerzen davon zu tragen und nach 7 Stunden auf einem Holzstuhl spielt nicht nur dein Kopf, sondern auch dein restlicher Körper nicht mehr mit. Dafür hat jetzt der Großteil der Gruppe geflochtene Haare, was auch von kamerunischer Seite für viel Bewunderung sorgt.

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Einige aus unserer Gruppe waren auch mit ihren Corres Schulmaterial kaufen oder Eis essen. Es gab auch noch Gastfamilien, die mit ihren Gastschülern bei einem Teil der Familie zu Besuch waren. Hier in Kamerun sind die Familien allgemein sehr groß und auch Menschen, die genetisch rein gar nichts mit der Familie zu tun haben, werden als Oma, Opa oder gar als zweite Mutter bezeichnet. Besonders an den Wochenenden, wo die meisten Zuhause sind, kommt es auf jeden an. Es muss das Geschirr und die Wäsche gewaschen werden und das Essen vorbereitet werden. Die Essen hier bestehen meist aus mehreren Gerichten, sodass man sich eins aussuchen oder mehrere mischen kann. Durch die große Auswahl gibt es allerdings einiges vorzubereiten und beim Zugucken fällt schnell auf, dass schon die Kleinen wissen, wie man einen Kohl schneidet oder Risotto kocht. In so einer Großfamilie fällt schnell auf, wie wichtig jedes Mitglied ist und welchen Stellenwert die Familie in der kamerunischen Gesellschaft hat. Es ist vorallem der Zusammenhalt und die Unterstützung, die die Großfamilie in Kamerun auszeichnet.

Nala, Justus und Juliana

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Tag: 
Samstag, 1. September 2018